Massivholzdielen in der Gastronomie

Die gute Stube Göttingens oder besser gesagt der Platz, an dem das Leben pulsiert, ist der Marktplatz mit seinem historischen Rathaus. Seit fast 740 Jahren werden hier kommunale Aufgaben erledigt und die Geschicke der Stadt gelenkt. Ich liebe diesen Ort, weil er nicht nur Anlaufpunkt der Göttinger Bürger, sondern auch Treffpunkt vieler Studenten und Touristen ist.

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Foto: Shutterstock

 

Vom „nygen wynkeller“ zum „Bullerjahn

Doch was wäre ein Rathaus ohne Ratskeller? Die Geschichte des Ratskellers ist lang: Der erste Vermerk über einen „wynkeller“ stammt aus dem Jahr 1345. Dieser hat den Angriff General Tillys im 30-jährigen Krieg und sogar das Bombardement im Zweiten Weltkrieg überstanden. Über Jahrhunderte hatte der Ratskeller das Monopol für den Alkoholausschank inne.

Berühmter Stammgast des Ratskellers war Heinrich Heine während seiner Göttinger Studienzeit. Darüber hinaus hat der Wettstreit zwischen dem städtischen Orchester unter der Leitung von Rudolf Bullerjahn und der Musikkapelle des 82. Infanterieregiments unter der Leitung des „schönen Meyer“ dem Ratskeller zu touristischer Berühmtheit weit über die Stadtgrenzen hinaus verholfen. Als Folge dieses Wettstreits fand bis etwa 1970 wöchentlich eine Musikveranstaltung von Studenten – der Bullerjahn – statt.

 

Used-Look mit Charme im „Bullerjahn

Nach ungefähr 600 bewegten Jahren wurde der Ratskeller 2010 vollständig erneuert. Olaf Feuerstein und Jörg Trilling haben den Ratskeller unter dem Namen „Bullerjahn“ wiedereröffnet. Sie haben mit dem Umbau das Ambiente verändert, den Glanz der Vergangenheit jedoch erhalten. Der märchenhafte Burg-Charme ist in jedem Winkel des „Bullerjahn“ zu spüren.

Für das Team von Parkettum war es eine besondere Anerkennung und Ehre, dass wir diesen historischen Ort mitgestalten durften. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit und gute Vernetzung zwischen Bauherren, Architekten und Handwerkern haben dazu beigetragen, dass der Eröffnungstermin – auch unter Zeitdruck -eingehalten werden konnte.

 

Massivholzdielen überzeugen durch nachhaltige Qualität

Jeden Tag beweisen unsere Massivholzdielen ihre Robustheit aufs Neue. An einigen Stellen haben wir uns bewusst dafür entschieden, „Flickarbeiten“ sichtbar zu lassen. Die „unperfekte“ Wiederherstellung des historischen Bodens zeigt unseren Respekt vor der Geschichte des Ratskellers.

Nach sechs Jahren haben wir nun die edlen Massivholzdielen an zwei Tagen gereinigt und durften feststellen, dass dieses Material hinsichtlich seiner Robustheit, Langlebigkeit und exzellenten Ökobilanz nicht zu übertreffen ist. Auch nach vielen Jahren der Nutzung sieht dieser Boden einfach toll aus. Ein alter Boden mit Macken und Dielenpatina weckt Neugier und lädt Besucher dazu ein, den Spuren der Geschichte nachzuspüren.

Meine Frau und ich haben nicht nur unser Jubiläum im „Bullerjahn“ gefeiert, sondern wir sind regelmäßige Gäste in dieser einzigartigen Location. Und als „Göttinger“ erfüllt es mich mit Stolz, wenn meine Handwerkskunst dazu beiträgt, die Geschichte der Stadt zu erhalten.

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Foto: Bullerjahn




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