Max-Planck-Gymnasium Göttingen: Historisches Parkett strahlt in neuem Glanz

Antike Parkette faszinieren mich seit meiner Ausbildung. Die natürlich gewachsene Patina eines historischen Parketts lädt meine Neugier ein, der Tradition und Geschichte eines Gebäudes nachzuspüren. Wenn wir mit unserer Handwerkskunst dazu beitragen, dass historische Gebäude – teilweise unter Denkmalschutz – saniert und restauriert werden können, erfüllt uns das mit Stolz und spornt uns an, das Beste zu geben. Dann verbinden wir leidenschaftlich historische Handwerkstechniken mit modernen Mitteln und regenerieren alte Holzböden.

Beim Entfernen alter Oberflächen und Spanplatten entdeckten wir im Max-Planck-Gymnasium unserer Stadt 50 Millimeter starke Holzdielen. Wie wir den 135 Jahre alten Dielen des Lehrerzimmers zu neuem Glanz verholfen haben, erfahren Sie in meinem heutigen Blog.

Staunen Sie mit mir über die Ausdauer und Geduld unserer Mitarbeiter, die das Lehrerzimmer des Max-Planck-Gymnasiums mit viel Liebe zum Detail restauriert haben. Jede Fuge wurde mit großem Aufwand gleichmäßig gefräst und mit Adern verleimt. In unserem kleinen Video zeigen wir Ihnen die einzelnen Arbeitsschritte und das exzellente Ergebnis.

 

Alte Parkette sind Meisterstücke der Vergangenheit

Das Max-Planck-Gymnasium blickt auf eine 430-jährige Geschichte zurück. Das Pädagogium im Paulinenkloster wurde im Jahre 1586 gegründet, das heutige Hauptgebäude 1881 errichtet und am 1. Februar 1884 von der Schule bezogen. Den Namen Max Plancks trägt es seit dem Todestag des Wissenschaftlers, der am 4. Oktober 1947 in Göttingen gestorben ist.

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Foto: Artur Römmich

 

Max Planck war ein Forscher mit Durchhaltevermögen

Max Planck wurde 1858 als sechstes Kind eines Professors für Rechtswissenschaften geboren. Entsprechend einer langen Familientradition war seine Erziehung auf Werte wie Hochachtung vor Kirche und Staat, hervorragende Schulerfolge, Unbestechlichkeit, Zuverlässigkeit und Großzügigkeit ausgerichtet.

Kein Wunder, dass man ihn als Forscher mit Durchhaltevermögen wahrgenommen hat, der sich Monate bis Jahre penibel einer einzigen Frage widmete, bis er sie aus allen möglichen Richtungen durchdacht hatte. Er läutete mit seinen bahnbrechenden Forschungsergebnissen das Zeitalter der modernen Physik ein und wurde 1919 für die Entdeckung des Planckschen Wirkungsquantums mit dem Nobelpreis der Physik geehrt. Von Physik verstehe ich wenig, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass ein Wissenschaftler beim Suchen nach Lösungen mit dem Satz: „Ich habe ein Brett vor’m Kopf“ etwas anfangen konnte.

 

Jede Restaurierung ist wie eine kleine Reise durch die Zeit

Die 135 Jahre alten Dielen des Lehrerzimmers haben sicherlich schon viele Belastungen ausgehalten und könnten zahlreiche Geschichten erzählen. Wahrscheinlich sind sogar beim Suchen nach pädagogischen Konzepten auf dessen Boden viele „Bretter vor den Köpfen“ gelöst worden. Dieser Gedanke bringt mich zum Schmunzeln und beim Tüfteln über der besten Restaurierungsstrategie hat mich dieses Gedankenspiel auf kreative Ideen gebracht. Zugegeben, wenn solide und meisterlich verlegte Massivholzdielen ihren altehrwürdigen Glanz zurückerhalten sollen, sind unsere Mitarbeiter besonders gefordert.

Auch wenn die Restaurierung eines alten Bodens in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, würde ich es niemals übers Herz bringen, einen historischen Boden zu entfernen. Ich verzichte lieber auf einen Auftrag, bevor ich einen geschichtsträchtigen Boden durch ein neues Parkett ersetzten würde. Es erfüllt unser Team mit Freude, wenn wir stumme Zeugen der Geschichte behutsam restaurieren dürfen und mit unserem Spezialwissen dazu beitragen, alte Parkette zu erhalten.

Alte Böden erstrahlen in neuem Glanz, wenn sie meisterhaft restauriert werden. Eine Renovierung lohnt sich immer.

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Foto: Artur Römmich




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