Parkettversiegelung: So schützen Sie Ihren Holzboden

Holz ist der älteste Baustoff der Geschichte. Zeitlos schön macht es alle Veränderungen in Ihrem Leben mit. Denn es ist langlebig, belastbar, umweltfreundlich und pflegeleicht.

Im Mittelalter wurden die rohen Holzböden nur mit Sand oder Stroh bedeckt. Damit war auch gleichzeitig die Reinigung erledigt – einmal verdreckt, wurde das Stroh einfach ausgetauscht. Später rieb man die Holzoberfläche mit einer Speckschwarte ein. Erst seit gut 50 Jahren wird Parkett so versiegelt, wie wir es heute kennen. Doch auch heute noch werden wertvolle Holzböden im unbehandelten Zustand verlegt. Erst danach wird die Oberfläche abgeschliffen und das Finish aufgetragen.

Möchten Sie an Ihrem Holzboden für viele Jahre Freude haben und mit ökologischem Bewusstsein pflegen? Für den Schutz Ihres hochwertigen Parketts gibt es mehrere Möglichkeiten, die ich Ihnen heute vorstelle.

 

Parkett ölen oder lackieren?

Wenn es darum geht, Parkett verlegen zu lassen, ist nicht nur die Wahl des richtigen Holzes wichtig, sondern auch die anschließende Oberflächenveredelung. Zu einem widerstandsfähigen Bodenbelag wird Parkett erst durch die richtige Versiegelung, denn sie schützt das Parkett vor seinem Feind Nummer eins: dem Wasser. Die Oberflächenbehandlung nimmt eine Schlüsselstellung bei der Pflege von Parkett ein. Sie hat entscheidenden Einfluss auf seine Werthaltigkeit.

Parkett ist der einzige Bodenbelag, der durch mehrfache Sanierung jederzeit wieder in Form gebracht werden kann – selbst bei starker Beanspruchung. Wie die Natur benötigt auch das Naturprodukt Parkett hinreichenden Schutz. Sie können einen Parkettboden mit Parkettlack versiegeln oder mit Öl bzw. Wachs imprägnieren. Was nun „besser“ ist, lässt sich pauschal nicht sagen – und genau das macht die Entscheidung manchmal schwer.

 

Die matte Optik geölter Böden liegt aktuell im Trend

Durch die Versiegelung mit einem Naturöl entsteht ein wertbeständiger Boden. Außerdem betont Öl die urbane Struktur des Holzes. Ein Öl besteht aus reinen Naturrohstoffen und ist weitestgehend lösemittelfrei. Beim Auftragen von Ölen bildet sich keine geschlossene Schicht. Eine offenporige Imprägnierung ist das Ergebnis.

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Foto: Artur Römmich

Der Vorteil liegt darin, dass das Holz atmen kann. Diese Imprägnierung sorgt für ein natürliches Klima im Raum, ist aber auch anfällig gegenüber Wasser, Fettspritzern oder anderen Verunreinigungen.

 

Neuer Lack für alte Dielen –  Wasserlacke haben einen geringen Anteil an Lösemitteln

Neben natürlichen Ölen und Wachsen gewinnen Wasserlacke für Parkett zunehmend Bedeutung. Ein mit Lack versiegelter Parkettboden ist dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit und vor Abrieb geschützt. Der Lack bildet eine geschlossene und widerstandsfähige Schicht. Auch durch die Lackschicht „atmet“ das Holz noch.

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Foto: Artur Römmich

Wasserlacke enthalten einen geringen Anteil an Lösemitteln, bieten ausreichenden Schutz, sind einfach zu verarbeiten und nicht entflammbar. Das macht sie ebenfalls sehr verbraucher- und umweltfreundlich. Im Schnitt benötigt versiegeltes Parkett erst nach 15 Jahren einen neuen Lack.

 

Fazit:

Wie so vieles im Leben hat jede Veredelungsart von Parkett ihre Vor- und Nachteile. Letztendlich kommt es darauf an, was Ihnen besonders wichtig ist und was Sie von Ihrem Holzfußboden erwarten. Eines ist auf jeden Fall sicher:

Eine Parkettversiegelung macht aus einem schlichten Holzboden ein Schmuckstück der besonderen Art.




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