Spurensuche auf dem Schlossparkett

Wussten Sie, dass Holzfußböden schon seit dem Mittelalter bekannt sind?

Bereits im 13. Jahrhundert wurden rohe Bohlen nebeneinander gelegt. Einige Jahre später die ersten Dielen aus Tanne, Fichte oder Kiefer gehobelt. Im 16. Jahrhundert ging dann aus den Bretterböden das Parkett in seiner heutigen Form hervor.

Kluge Handwerker fingen an, Holz durch Beize zu färben und Edelhölzer zu verarbeiten. Später importierten sie tropische Hölzer aus fernen Kontinenten und die ersten Paläste der Monarchien und Patrizierhäuser glänzten mit prunkvollem Bodenbelag. Begehbare Kunstwerke wurden geschaffen. Im 17. Jahrhundert war es völlig normal, Parkett in Häusern der wohlhabenden Oberschicht zu verlegen.

Heute lade ich Sie ein, sich bei Ihrem nächsten Besuch in einem geschichtsträchtigen Schloss, Kloster oder einer Kathedrale mit gesenktem Kopf auf die Suche nach Raritäten zu begeben.

 

Walzerrunden auf dem Tanzparkett

Schlossparkett Intarsien Ball shutterstock Parkettum Göttingen

Foto: Shutterstock

Wer lässt sich nicht vom Glanz und der unvergleichlichen Atmosphäre der legendären kaiserlichen Hofbälle verzaubern? Was wäre der Film „Sissi“ ohne seine stilvollen Bälle und rauschenden Feste? Menschen in prunkvollen Roben feiern festlich und patriotisch vor prachtvollen Kulissen. Sie drehen ihre Walzerrunden auf außergewöhnlichem Schlossparkett.

Hier spielten sich aber auch Dramen ab, die das schicksalhafte Leben und Wirken vieler Königshäuser darstellen. Grund genug, sich den Boden anzusehen, auf dem weltbewegende Geschichte geschrieben wurde.

 

Wo Dielen und Parkette ihre eigene Geschichten erzählen, wird es spannend

Holz ist ein lebendiger Werkstoff und besitzt ein spannendes Eigenleben. Schließen Sie bei Ihrem nächsten Schlossbesuch einfach mal die Augen und versetzen Sie sich für ein paar Minuten in die Rolle eines Bewohners. Wollen Sie mit königlicher Anmut durch die Räume gehen oder gehören Sie zum Personal?

Je nachdem, in welcher Rolle Sie die historischen Bauten begehen, wird Ihre Neugier Ihnen aufregende Facetten zeigen und Ihre Fantasie beflügeln.

 

Knarzende Dielen sind eine gute Alarmanlage

Übrigens war das Knarzen der Böden früher eine gute Alarmanlage und hat den Bediensteten nebenbei auch angekündigt, dass der Besitzer nach Hause gekommen ist. Sie werden wahrscheinlich auch bemerken, dass die Parkette je nach Verwendung der Räumlichkeiten anders sind.

Im Erdgeschoß – den damals feineren Räumen – finden sich exakt zugeschnittene und hochwertige Parkette, die jedem gesellschaftlichen Anlass Stand hielten. In der ersten und zweiten Etage werden die Parkette einfacher, sind aber immer noch bedeutsam. Im Dienstbotentrakt wird der Belag meistens bodenständiger, einfacher und breiter. Hier finden Sie häufig auch Abdrücke von Bügeleisen auf dem Boden.

Sollten Sie das Glück haben, einen historischen Fußboden bewohnen zu dürfen, ist es unser Anliegen, möglichst viel von der Schönheit der alten Handwerkskunst zu erhalten.

Parkett bleibt unangefochten Nummer eins der Bodengestaltung und darauf bin ich stolz.




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