Vom Tischler zum Unternehmer

Ich bekenne: Die klassische und medienwirksame Erfolgsgeschichte heißt „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Na ja, ich war niemals Tellerwäscher und weiß auch nicht, ob es mit dem Millionär klappen wird, aber dass aus einem 15 Jahre alten Jungen aus Tadschikistan ein zufriedener Unternehmer in Göttingen geworden ist, nenne ich meine persönliche Erfolgsgeschichte. Jeder Schritt zum selbstständigen Spezialisten für Parkett und Dielen hat mich in meinem Charakter und meiner Persönlichkeit geformt. Ich entdecke dabei immer wieder, dass sich die Worte „Zuverlässigkeit“ und „Durchhaltevermögen“ wie ein roter Faden durch meine Geschichte ziehen und sicher auch in Zukunft große Bedeutung haben werden.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

In meinem letzten Beitrag habe ich darüber berichtet, wie ich meine Ausbildungsstelle zum Tischler angenommen habe. Von Anfang an musste ich genau und präzise arbeiten. Ich hatte tatsächlich überhaupt kein Problem mit den Anforderungen des Meisters und seinen Korrekturen, weil mir meine Arbeit großen Spaß gemacht hat. Ich war immer mit vollem Herzen bei der Sache. Die guten und sehr guten Bewertungen meiner Arbeitsproben haben mir Auftrieb gegeben und mich angespornt, besser zu werden.

Preisgekröntes Gesellenstück

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie viele Stunden ich in mein Gesellenstück investiert habe. Die hohe Telefon-Anrichte ist auf jeden Fall ein besonderer Hingucker in unserer Wohnung. Unter 50 Teilnehmern habe ich mit diesem Möbelstück den ersten Platz beim Wettbewerb „Die gute Form“ der Berufsbildenden Schule gewonnen. Es war für mich übrigens selbstverständlich, dass ich die Erstausstattung unserer Wohnung für meine Frau Irina und mich gebaut habe. Die Küche hat mehrere Umzüge überstanden. Das nenne ich stabile Handwerkskunst.

Vom Tischler zum Parkettleger

Nach meiner Ausbildung war meine Flexibilität gefordert. Als Tischler habe ich keine Arbeitsstelle gefunden, aber in einer Parkettfabrik in Uslar wurden Mitarbeiter gesucht. Ich habe die angebotene Arbeitsstelle ohne Zögern angenommen. Meine bestehenden Kenntnisse konnte ich vertiefen und entwickelte mich zu einem guten und qualifizierten Parkettleger.

Sollte ich diesen Abschnitt emotional beschreiben, würde ich die Überschrift „Endlich angekommen“ wählen. Ja, ich bin in diesem Beruf angekommen und kann immer wieder sagen: Mein Herz schlägt für Holz.

Vom Arbeitnehmer zum selbstständigen Unternehmer

Mutig und entschlossen habe ich am 28. Oktober 2005 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und mit einem bisschen Stolz meinen Ein-Mann-Betrieb „AR- Der Parkettspezialist“ gegründet. Meine Kunden schätzten meine Arbeit und dank vieler Empfehlungen konnte ich bereits im November 2006 weitere Parkettleger einstellen. Am 1. Januar 2011 wurde aus „AR- Der Parkettspezialist“ die „parkettum Römmich GmbH“ mit 15 Mitarbeitern. Viele Schritte waren bis dahin nötig, aber ich habe keinen einzigen bereut.




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