Wohntrend: Natürlich wohnen

Wände aus Moos, Tapeten aus Heu, Bilder aus Rosenblüten und jede Menge verrückte Ideen haben mich bei meinem Besuch auf der imm Cologne, der weltweit führenden Einrichtungsmesse, empfangen. Die aktuellen Wohntrends punkten mit behaglicher Natürlichkeit. Seegras, Kokosfasern, Leinen und Holz wollen die Natur in die eigenen vier Wände der Besucher bringen. In diesem Jahr sehe ich nur wenig futuristische Materialien aus Metall, Granit oder Glas, sondern erkenne die große Präsenz von hochwertigen Holzprodukten, die Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlen. Der Trend geht gleichzeitig weg von billig produzierter Massenware zu hochwertigen und langlebigen Massivholzmöbeln.

Moos, Tapeten, Heu und Rosenblüten au der imm Cologne (4)

Foto: Artur Römmich

Freiraum für Naturtalente

Eine kleine Auswahl meiner Eindrücke möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. 100 Prozent Naturmoos versprechen grüne Wandelemente. Besonders praktisch: Die Moose sind gereinigt und konserviert! Für Menschen, die noch nie einen Grünen Daumen hatten, wohl das perfekte Accessoire für den Arbeitsplatz. Da Moos eine Flechtenform ist, muss die Tapete auch nicht gegossen werden. Die Pflanze versorgt sich mittels eines Kapillarsystems aus der Luft mit Flüssigkeit.

Moos, Tapeten, Heu und Rosenblüten au der imm Cologne

Foto: Artur Römmich

Oder sind Sie mehr der Holz-Typ? Dann kleiden Sie sich ein Zimmer Ihrer Wohnung doch mit Pappelrinde aus. Die können bis zu vier Zentimeter dick sein, schlucken einiges an Lautstärke und sind genauso pflegeleicht wie das apfelgrüne Moos. So oder so: ein interessanter Gegenpol zur schnelllebigen High-Tech-Welt. Die Nachfrage nach verwittertem Holz steigt, so heißt es unter Experten.

Moos, Tapeten, Heu und Rosenblüten au der imm Cologne (3)

Foto: Artur Römmich

Wohnen mit der Natur

Ich freue mich über diesen Mentalitätswandel. Die Sensibilität für die Ressourcen dieser Welt und die Dinge, die Wert und Beständigkeit haben, steigt. Verbraucher erkundigen sich kritisch nach Inhaltsstoffen und setzen auf nachwachsende Rohstoffe. Da habe ich mit meinem Handwerk Glück, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und hat eine ausgeglichene Ökobilanz.

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, mache ich in der Wahl meiner Produkte keine Kompromisse. Mich interessieren nicht nur die Herkunft des Materials, sondern auch die Produktionsweise, die Sozialstandards im Herkunftsland und die energetische Bilanz der Hölzer, die wir verkaufen. Mittlerweile gönne ich mir eine gesunde Skepsis beim Einkauf von Klebstoffen und Lacken und kaufe nur wohngesunde Materialien.

 

Natürlich wohnen hilft beim Durchatmen und Entspannen

Viele Menschen verbringen die meiste Zeit zu Hause, und sie tun es gerne. Ihr Zuhause ist ihnen lieb und wichtig, besonders den Deutschen. Hier lassen sie die Seele baumeln und fühlen sich geborgen. In Zeiten zunehmender Verunsicherung erscheint uns unsere Wohnung als sichere Burg für Rückzug und Entspannung, als die eigene, überschaubare kleine Welt.

Gerne trage ich mit meinem Handwerk und meinen Produkten dazu bei, gesunde und nachhaltige Wohnräume zu gestalten und schließe mit einem Zitat von E. Warlamis:

„Jedes Stück Holz stammt vom Baum und wir Menschen brauchen die Bäume, um auf diesem Planeten zu überleben. Die Seele der Bäume lebt im Holz weiter. Holz ist beseelt, ist kein totes Material.“

Moos, Tapeten, Heu und Rosenblüten au der imm Cologne 7

Foto: Artur Römmich

 




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